Überlebenshilfe für Videokonferenzen


Zoom-Müdigkeit greift um sich
Überlebenshilfe für Videokonferenzen

Videokonferenzen scheinen sich zu einem besonderen Stressfaktor im Homeoffice zu entwickeln. Vor allem Frauen gehen die Online-Meetings auf die Nerven. Doch man kann etwas gegen die neue „Zoom-Müdigkeit“ tun.

Potenzierter Alptraum

Schon vor Pandemiezeiten waren Sitzungen und Konferenzen im Kollegenkreis für viele Berufstätige ein Energieräuber. Noch viel anstrengender sind jedoch offenbar die homeoffice-bedingten Videokonferenzen, wie Forscher*innen der Stanford Universität herausgefunden haben.

Über 10 000 Personen, die täglich an Videokonferenzen teilnehmen mussten, wurden in dieser Untersuchung zu ihren Erfahrungen befragt. Die Anzahl der täglichen Videomeetings war bei Frauen und Männern in etwa gleich. Auffällig war jedoch, dass die Online-Konferenzen der Frauen sich länger hinzogen und ihre Pausen dazwischen kürzer waren.

Frauen doppelt so häufig betroffen

Das könnte einer der Gründe dafür sein, warum doppelt so viele Frauen wie Männer (13,8% vs. 5,5%) unter einer Zoom-Müdigkeit, d.h. unter Müdigkeit und Erschöpfung durch Videokonferenzen litten. Insgesamt gaben die Stanforder Kommunikationswissenschaftler*innen aber weitere Ursachen für die Zoom-Müdigkeit an, wobei die Frauen unter allen Mechanismen häufiger litten als die Männer:

  • Spiegelangst. Bei Videokonferenzen sehen sich die Teilnehmer*innen permanent auch selbst. Diese Selbstaufmerksamkeit macht vielen Angst, weil sie sich darüber Gedanken machen, wie sie von den anderen Teilnehmer*innen wahrgenommen werden.
  • Physische Eingeengtheit. Das Gefühl, in einem engen Lichtkegel gefangen zu sein, ist für viele sehr belastend.
  • Hyperblick. In Präsenzkonferenzen oder Vorträgen nimmt man als Redner*in ein einziges Gegenüber ins Blickfeld, um Reaktionen zu testen. In Zoom-Meetings wird man quasi von allen angestarrt. Das löst bei vielen Menschen Stress und Angst aus.

Daneben gibt es weitere Stressfaktoren: Der Aufwand, sich verständlich zu machen – oder andere zu verstehen – ist durch das schlechtere Erkennen von Mimik und Gestik anstrengender. Introvertierte Menschen leiden zudem eher unter Online-Meetings als extrovertierte, interessanterweise sind jüngere Menschen stärker von der Zoom-Müdigkeit betroffen als ältere.

Das kann man dagegen tun:

Zum Glück kann man einiges gegen die Zoom-Müdigkeit tun: Bei ausgeprägter Spiegelangst hilft es, immer mal wieder die Kamera auszuschalten. Gegen die physische Eingeengtheit kann man den Abstand zur Kamera und damit den Aktionsradius vergrößern. Generell raten die Wissenschaftler*innen, Videokonferenzen auf ein Mindestmaß zu beschränken und zur Erholung an einem Tag der Woche ganz darauf zu verzichten.

Quelle: Ärzteblatt

News

Schlaf: Nicht zu kurz und nicht zu lang
Schlaf: Nicht zu kurz und nicht zu lang

Die Mitte macht´s

Viel hilft viel? Das gilt offenbar nicht beim Thema Schlaf. Denn nicht nur zu wenig Schlaf scheint Menschen schneller altern zu lassen. Das gleiche gilt wohl auch für zu viel Schlaf.   mehr

Hitze bedroht Gehirn und Nerven
Hitze bedroht Gehirn und Nerven

Von Schlaganfall bis Delir

Sommerliche Wärme wird von vielen Menschen als angenehm empfunden. Doch anhaltende Hitze und tropische Nächte können ernsthafte gesundheitliche Folgen haben – insbesondere für das Gehirn.   mehr

Wie viel Schreien ist normal?
Wie viel Schreien ist normal?

Quälende Säuglingskoliken

Viele Eltern kennen die Situation: Das Baby ist satt, frisch gewickelt und gesund – und schreit trotzdem über Stunden. Gerade in den ersten Lebensmonaten können sogenannte Säuglingskoliken Familien an ihre Belastungsgrenzen bringen. Was ist normal und wann muss das Schreien abgeklärt werden?   mehr

Augentropfen: 10 häufige Fehler
Eine Frau gibt Augentropfen ins Auge sein - sie versucht dabei, das Auge nicht zu berühren, um eine Verkeimung zu verhindern.

Was schief gehen kann

Ob bei einer Bindehautentzündung, Verletzungen des Auges oder einem hohen Augendruck: Augentropfen werden in vielen Fällen verordnet. Bei der Anwendung sollte man aber einige Fehlerquellen vermeiden.   mehr

Hilfe fürs Arthroseknie
Hilfe fürs Arthroseknie

Schmerzgele und -pflaster

Kniearthrose ist schmerzhaft – doch nicht immer ist der Griff zur Tablette nötig. Denn schmerzende Kniegelenke lassen sich auch von außen effektiv behandeln. Und zwar mit Schmerzpflastern und Schmerzgelen.   mehr

Alle Neuigkeiten anzeigen
Johannis Apotheke
Inhaberin Cornelia Werner-Goepel
Telefon 0351/33 75 53
E-Mail johannis-apotheke-dd@t-online.de