Übersäuerung bei COPD-Patienten


Atemmaske bessert Atmungsfähigkeit
Übersäuerung bei COPD-Patienten

Die chronische Atemwegsverengung erschwert COPD-Patienten das Ausatmen, sodass sich Kohlenstoffdioxid im Blut anreichert und zu einer Übersäuerung des Bluts führt. Dies mindert die körperliche Leistungsfähigkeit und Lebensqualität der Betroffenen erheblich.

Im fortgeschrittenen Stadium einer chronisch-obstruktiven Bronchitis (COPD) befindet sich zu wenig Sauerstoff im Blut. Aufgrund der eingeschränkten Ausatmung weist das Blut jedoch einen erhöhten Gehalt an Kohlendioxid (Hyperkapnie) auf. Eine abnehmbare Atemmaske kann diesen lebensgefährlichen Zustand verhindern, indem sie den Betroffenen einen reibungslosen Gasaustausch ermöglicht. Sie unterdrückt beinahe gänzlich die Eigenatmung der Betroffenen, sodass die beanspruchte Atemmuskulatur entlastet wird. Patienten legen die Atemmaske für mindestens sechs Stunden an, am besten während des Schlafs. In dieser Zeit erholt sich die überlastete Atemmuskulatur kann Energie in Form des Vielfachzuckers Glykogen in ihren Zellen speichern.

Atemmaske bessert Krankheitsverlauf

„Dank der Wiederauffüllung der Energiespeicher kann die Atempumpe dann auch tagsüber wieder erheblich mehr leisten: Die Atemleistung nimmt tagsüber um mehrere hundert Prozent zu, was den Krankheitsverlauf günstig beeinflusst und die Lebensqualität deutlich verbessert“, betont Dr. med. Thomas Voshaar, Vorsitzender des Verbands Pneumologischer Kliniken (VPK). Wird das Kohlendioxidgehalt im Blut um 20 Prozent verringert, kann dies das Sterberisiko der Patienten um über 70 Prozent mindern.

Verschiedene Maskentypen für ideale Behandlung

„Nach unseren Erfahrungen lohnt sich eine Maskenbeatmungstherapie, wenn der Kohlendioxidpartialdruck deutlich über 50 mmHg liegt“, berichtet der Chefarzt des Lungenzentrums am Krankenhaus Bethanien in Moers. Hautausschläge im Gesicht können als unerwünschte Nebenwirkung der nicht-invasiven Beatmungstherapie auftreten. Ein Austausch der Beatmungsmaske kann diese Wirkung jedoch beheben. „Es stehen verschiedene Maskentypen zur Verfügung, so dass die nicht-invasive Beatmung individuell optimiert und in den meisten Fällen ohne Beschwerden durchgeführt werden kann.“, bekräftigt Dr. Voshaar.

Quellen: Verband Pneumologischer Kliniken (VPK), Lungenärzte im Netz

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